Fraunhofer IPMS und GLOBALFOUNDRIES: Startschuss für die nächste Chip-Generation "made in Dresden"

Dienstag, 11. September 2018, 16:54 Uhr
Der Dresdener Chipproduzent Globalfoundries und das Forschungsinstitut Fraunhofer IPMS bauen ihre seit 13 Jahren bestehende Entwicklungskooperation weiter aus und entwickeln künftig innovative Materialien, Prozesse und Bauelemente für die Energiespartechnologie FD-SOI. Diese ebenso energieeffiziente wie leistungsstarke und kosteneffektive Technologie ist insbesondere in den Wachstumsmärkten "Internet of Things" und Automotive gefragt und bildet den Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit für die kommenden zweieinhalb Jahre. Der von beiden Seiten unterzeichnete Forschungsvertrag umfasst dabei ein zweistelliges Millionen-Euro-Volumen. Für die Umsetzung der Ziele wird eigens ein gemeinsames Doktorandenprogramm mit bis zu 16 jungen Wissenschaftlern eingerichtet, um die lokale Nachwuchsförderung der Branche auch längerfristig zu garantieren. Prof. Hubert Lakner, geschäftsführender Direktor des Fraunhofer IPMS: "Wir sind der größte F&E-Partner von Globalfoundries Dresden und tragen mit unseren Forschungs- und Entwicklungsleistungen entscheidend dazu bei, dass Dresden auch in Zukunft in der ersten Liga der weltweiten Mikroelektronik mitspielt. Wir sind stolz darauf, in der Partnerschaft mit Globalfoundries jetzt die nächste Generation von Forschern auf diesem Gebiet auszubilden."

"Fraunhofer und Globalfoundries arbeiten seit vielen Jahren eng und vertrauensvoll in der Technologie-Entwicklung zusammen. Wir haben jetzt die Weichen gestellt, damit unsere Kooperation  künftig noch intensiver und nachhaltiger unsere strategische Ausrichtung auf energieeffiziente Lösungen für den Automobilsektor und dem großen Thema ‘Internet der Dinge‘ unterstützt", erklärte Dr. Thomas Morgenstern, SVP und Geschäftsführer Globalfoundries Dresden. "Gemeinsam wollen wir dafür sorgen, dass innovative Antworten auf die großen Herausforderungen in diesen Bereichen (vom autonomen Fahren bis zu neuen Ansätzen in der Medizintechnik, Logistik, sowie Luft- und Raumfahrt) auch künftig das Label "made in Dresden" tragen."

Im Zuge des Projektes wird der Reinraum des Fraunhofer IPMS auf ca. 900m² erweitert und mit neuen Anlagen ausgestattet. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt das Fraunhofer IPMS dabei im Rahmen der Förderung für die Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland (FMD).

Über das Fraunhofer IPMS

Das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS mit seinen mehr als 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steht für angewandte Spitzenforschung und Entwicklung in den Bereichen Photonische Systeme, Mikrosystemtechnologien, Nanoelektronische Technologien und Drahtlose Mikrosysteme. In allen großen Märkten – wie Informations- und Kommunikationstechnologien, Konsumgüter, Fahrzeugtechnik, Halbleiter, Mess- und Medizintechnik – finden sich innovative Prozesse und Produkte, die unsere Technologien nutzen. Die Hälfte unseres jährlichen operativen Aufwands von 39 Millionen Euro wird durch Vertragsforschung aus der Industrie gegenfinanziert. Auf dem Gebiet der MEMS-basierten und photonischen Systeme bieten wir Komplettlösungen vom Konzept über das Bauelement bis zum kompletten System an. Dies schließt Muster- und Pilotfertigung im eigenen 1500 m² (15 000 ft²) Reinraum (Klasse 4 nach ISO 14644-1) mit qualifizierten Prozessen ein. In der Nanoelektronik stellen wir außerdem Leistungen zu funktionalen elektronischen Materialien, Prozessen und Anlagen sowie zu integrierten Bauelementen zur Speicherung von Energie und Information bereit. Dafür stehen weitere 800 m² Reinraum (Klasse 6 nach ISO 14644-1) zur Verfügung. Um den Erwartungen unserer Kunden zu genügen, ist unser Haus von der DEKRA nach der Norm DIN EN 9001:2015 zertifiziert.

Weiterführende Links

www.ipms.fraunhofer.de Foto: Fraunhofer IPMS

Silicon Saxony e.V.

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Silicon Saxony ist ein Branchenverband der MINT-, Halbleiter-, Elektronik- und Mikrosystemindustrie Europas. Aus einer Initiative von 20 Partnern im Jahr 2000 in Dresden entstanden, verbindet der Verein inzwischen 280 Unternehmen, Forschungsinstitute, Universitäten und Hochschulen.