Abenteuer Südafrika

Dienstag, 09. Oktober 2018, 16:48 Uhr
Dr. Verena Jahn (4.v.l.) ist die erste Dozentin der
Hochschule Mittweida, die an einem Austauschprogramm
mit Südafrika teilgenommen hat.

Zwei Wochen Südafrika - was sich zunächst nach einer Urlaubsreise anhört, war für Dr. Verena Jahn von der Fakultät Medien der Hochschule Mittweida im September ein Arbeitsaufenthalt mit Premierencharakter: Zum ersten Mal führte ein Dozentenaustausch eine Wissenschaftlerin aus Mittweida an die Durban University of Technology (DUT) in Südafrika.

Dr. Verena Jahn lehrte dort im Journalismusprogramm Medienethik und journalistische Gütekriterien.
Sie diskutierte zusammen mit den Zweit- und Viertsemestern der Universität über Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der medienethischen Praxis in Deutschland und Südafrika. Markante Unterschiede stellten sich beim Thema Persönlichkeitsrecht heraus: Laut deutschem Pressekodex darf über einen Strafgefangenen nach dessen Entlassung in keinem Artikel Informationen über dessen Verbleib auftauchen oder Fotos, auf denen er zu sehen ist. „Das ist bei den Studenten in Durban auf großes Unverständnis gestoßen. Man müsse doch die Umgebung warnen“, berichtet sich Dr. Jahn. Die Wissenschaftlerin besprach mit den Studenten auch die Aufgaben und die Effektivität von Ombudsmännern und dem Presserat. Die aktuell immer wichtiger werdende Streitfrage, inwiefern soziale Medien die journalistische Praxis beeinflussen, kam ebenfalls zur Sprache. Doch nicht nur theoretische Inhalte standen auf dem Plan: In der „Hangout Session“ konnten die Studenten auch Fragen zu Deutschland, der Hochschule Mittweida und den Projekten der Fakultät Medien stellen.

Weiterer Gegenstand des internationalen Austauschs war das wichtige Thema Digitalisierung: Im Centre for Excellence in Learning & Teaching (CELT) der DUT ließ sich Dr. Verena Jahn die Digitalisierungs-Strategien der südafrikanischen Kollegen erläutern. Der Fokus liegt dabei vor allem auf einem direkten und persönlichen Kontakt - genauso wie in Mittweida.

Internationale Mobilität 

Wie südafrikanische Studierende über ihre Austauscherfahrungen in Deutschland berichten, erfuhr Dr. Jahn auf der 8th Annual DAAD South Africa Conference, die vom 7. bis 9. September auch in Durban stattfand.
Der Austausch von Studierenden und Dozenten ist auch an der Hochschule Mittweida ein wesentlicher Bestandteil der Internationalisierungsstrategie: Über 100 ausländische Einrichtungen in über 40 Ländern der Welt gehören zum Partnernetzwerk – das auf dem afrikanischen Kontinent aber in Zukunft noch stärker ausgebaut werden wird. „Die Möglichkeit, an einer anderen Hochschule zu lehren und andere Lernkulturen kennenzulernen, war eine spannende Erfahrung“, resümiert Dr. Jahn ihren Aufenthalt in Durban. „Die DUT bietet für ausländische Studierende und Mitarbeiter tolle Rahmenbedingungen, und ich kann nur jedem raten, internationale Luft zu schnuppern. Egal, ob in Südafrika oder in einem anderen Land. Es lohnt sich auf alle Fälle, sowohl akademisch als auch persönlich!“ Ausdrücklich willkommen sind die deutschen Partner in Südafrika. Dr. Lavern Samuels, Leiter International Education and Partnerships der DUT, und sein Team des International Office freuen sich auf internationalen Besuch und hoffen, dass mehr Studierende auch aus Mittweida das Abenteuer Südafrika angehen.

Die Hochschule Mittweida bietet verschiedene Austauschprogramme (ERASMUS+, DAAD etc.) für Studierende und Dozenten. Der Austausch geschieht in beide Richtungen. Das Akademische Auslandsamt berät Studierende und Lehrende zu Auslandsaufenthalten. Ansprechpartnerin für Möglichkeiten zu Hochschulkooperationen mit Einrichtungen in Südafrika ist Susanne Nickel, Referentin für Internationalisierung der Hochschule Mittweida.

 

 


HS Mittweida Fakultät Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik

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Die Fakultät MNI umfasst in ihrer Ausbildung und Forschung mehrere besonders innovative und überaus praxisrelevante Gebiete, wie z. B.
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