Assistenzroboter "August der Smarte" in der Altenpflege

Donnerstag, 13. Juli 2017, 10:11 Uhr
Das Verbundprojekt soll Assistenzroboter stärker in die Altenpflege integrieren und wird für die Dauer von zwei Jahren mit einer Summe von ca. 800.000 Euro vom Freistaat Sachsen und der Europäischen Union über EFRE gefördert. Neben der HTW Dresden sind die Cultus gGmbH Dresden, das Universitätsklinikum Dresden, das Universitätsklinikum Erlangen, die Cognitec Systems GmbH Dresden und die Carus Consilium Sachsen GmbH an dem Projekt beteiligt. In seiner Begrüßung stellte der Rektor der HTW Dresden Prof. Dr. Roland Stenzel den interdisziplinären Charakter der gemeinsamen Projektarbeit von Medizinern, Technikern sowie Informatikern heraus. „Das Projekt ist ein Beispiel dafür, welchen Beitrag der Transfer von angewandter Forschung zum Gemeinwohl der Gesellschaft leisten kann“, so Prof. Stenzel. „Der Freistaat Sachsen setzt auf innovative Technologien für eine bessere Versorgung älterer Menschen“, sagte Staatsministerin Barbara Klepsch anlässlich der Übergabe des Zuwendungs-bescheides. „Mit diesem Projekt wird der Grundstein für einen gewinnbringenden Einsatz von Roboterassistenten in der Pflege und Therapie Demenzkranker gelegt. Technische Assistenten könnten bald aus dem Pflegealltag nicht mehr wegzudenken sein. Die Unterstützung wäre ein Gewinn für alle Beteiligten, allen voran die Patienten, die von mehr Zuwendung und Förderung profitieren könnten.“ Stellvertretend für alle Projektpartner erläuterten Prof. Dr. Hans-Joachim Böhme von der HTW Dresden und sein Team die Herangehensweise an die Problematik. Im Gegensatz zu bisherigen Anwendungen, welche meist versuchen fortschreitende Defizite von Patienten zu ersetzen, besteht hier das Ziel, die Lebensqualität von Senioren mit kognitiven Einschränkungen zu verbessern. Der Assistenzroboter - mit dem Projektnamen „August der Smarte“ - kann beispielsweise als Sitzwache u.a. nach einem operativen Eingriff am Bett des Patienten verbleiben und zu dessen Beruhigung beitragen. Eine Besonderheit dieses vom Freistaat Sachsen geförderten Projektes besteht darüber hinaus in der Beteiligung des Universitätsklinikums Erlangen aus dem Freistaat Bayern als Projektpartner. Prof. Dr. med. Elmar Gräßel (Leiter Med. Psychologie / Med. Soziologie) erläuterte via Videotelefonie das dort ansässige Teilprojekt. Mit MAKS wurde bereits ein nachgewiesen wirksames Therapiemodell entwickelt. Die Abkürzung steht für motorische, alltagspraktische, kognitive und soziale Aktivierung. Im nächsten Schritt soll nun geprüft werden, welche Einsatzszenarien des Assistenzroboters zur Bereicherung von MAKS beitragen könnten. Kontakt Fakultät Informatik/Mathematik
Prof. Dr. Hans-Joachim Böhme boehme@informatik.htw-dresden.de

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