Von digital zu real: Wie entsteht ein Prototyp?

Dienstag, 19. September 2017, 11:33 Uhr
Die Schülerinnen und Schüler des MINT-EC-Camps Prototypenentwicklung beim Tüftel

Die 16 Schülerinnen und Schüler des MINT-EC-Camps Prototypenentwicklung vor dem GebäudeIn vier Camptagen erfahren die 16 Schülerinnen und Schüler von Schulen des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC aus sechs Bundesländern und der Türkei, was sich hinter sogenannten additiven Fertigungsverfahren, auch 3D-Druck genannt, verbirgt. Dafür machen sie die Wissenschaftler des IMKF zunächst mit den Methoden der rechnerunterstützten Produktentwicklung und der schnellen Prototypenfertigung vertraut. Anschließend können sie das Erlernte direkt praktisch umsetzen. 

In Zweier-Teams entwickeln die Schülerinnen und Schüler erste Ideen und entwerfen Skizzen eigener Prototypen. Diese werden mithilfe eines 3D-CAD-Systems modelliert. In einem weiteren Schritt werden die Modelldaten für die additive Fertigung aufbereitet. Die Fertigung der Prototypen erfolgt unter Nutzung eines industriellen „3D-Druckers“ der PTZ-Prototypenzentrum GmbH über Nacht in Dresden. Dort holen die Jugendlichen ihre fertigen Objekte ab und besichtigen das Unternehmen. Damit die Schüler ihren Souvenir-Prototypen der TU Bergakademie Freiberg sicher mit nach Hause nehmen können, wird vom Beckmann-Institut in Chemnitz gleich noch eine geometrisch angepasste Verpackung aus nachwachsenden Rohstoffen modelliert und „gedruckt“.

Zum Abschluss des MINT-EC-Camps präsentieren die Teams ihre Überlegungen und Ergebnisse. Wie sie ihr Wissen an der TU Bergakademie Freiberg mit einem Studium vertiefen können, erzählen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Studierende der Universität bei einem gemeinsamen Grillabend. Das komplette Studienangebot der TU Freiberg ist zu finden unter: http://tu-freiberg.de/studium/studienangebot/studiengaenge.   

MINT-EC – Das nationale Excellence-Schulnetzwerk

MINT-EC ist das nationale Excellence-Netzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Es wurde im Jahr 2000 von den Arbeitgebern gegründet und arbeitet eng mit deren regionalen Bildungsinitiativen zusammen. MINT-EC bietet ein breites Veranstaltungs- und Förderangebot für Schülerinnen und Schüler sowie Fortbildungen und fachlichen Austausch für Lehrkräfte und Schulleitungen. Das Netzwerk mit derzeit 295 zertifizierten Schulen mit rund 315.000 Schülerinnen und Schülern sowie 25.000 Lehrkräften steht seit 2009 unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK). Hauptförderer von MINT-EC sind der Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative think ING. sowie die Siemens Stiftung und die bayerischen Arbeitgeberverbände vbm bayme / vbw.


TU Bergakademie Freiberg, Career Center

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Aufgabe des Career Centers unter dem Dach der Graduierten- und Forschungsakademie ist es, Studierende und Absolventen aller Fachrichtungen dabei zu unterstützen, sich mit der Arbeitswelt und deren Anforderungen vertraut zu machen. Als zentrale Service-Einrichtung der TU Bergakademie Freiberg sind wir Ansprechpartner für Studierende und Absolventen, die sich auf ihren Berufseinstieg vorbereiten und für Arbeitgeber, die auf der Suche nach hochqualifizierten Nachwuchskräften sind.